LÄNDLICHE IDYLLE NEU DENKEN

Wohnhaus H

Der Neubau befindet sich in einem kleinen Teilort auf der Hohenloher Ebene und eröffnet einen weiten Blick in den Schwäbisch Haller Raum. Der Ort ist geprägt von seiner langen Geschichte, aktiver Landwirtschaft und den für Hohenlohe typischen Hofanlagen. Diese gewachsene Struktur bildet den kontextuellen Rahmen des Entwurfs.

Ziel der Architektur war es, sich wie selbstverständlich in das bestehende Ortsbild einzufügen und die Maßstäblichkeit sowie Typologie der historischen Höfe zeitgemäß weiterzudenken. Der Baukörper nimmt die ländliche Prägung auf und interpretiert sie mit einer klaren, reduzierten Formensprache.

Der wesentliche Holzbaukörper ruht auf einem massiven Kern, der die Erschließung sowie die zentralen Funktionsbereiche aufnimmt. Die Laubengangerschließung dient dabei nicht nur der funktionalen Organisation, sondern schafft eine adressbildende Schwelle zwischen öffentlichem und privatem Raum und ermöglicht gezielte Blickbeziehungen in die umgebende Landschaft.

Das Gebäude vereint unterschiedliche Nutzungen unter einem Dach: Im Sockelbereich befinden sich großzügige Wirtschafts- und Garagenflächen, ergänzt durch Keller- und Technikräume. Ein zentraler Bestandteil ist die technische Infrastruktur für ein Nahwärmenetz, das drei Gebäude des Hofensembles versorgt und den Neubau als funktionalen Mittelpunkt des Grundstückshofs definiert.

In den oberen Ebenen sind drei Appartements sowie eine großzügige Familien-Maisonettewohnung angeordnet. Die Wohnräume orientieren sich zur offenen Landschaft und eröffnen weite Ausblicke über Schwäbisch Hall und die Hohenloher Ebene.

Das Projekt wurde durch Fördermittel des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) sowie der KfW unterstützt und steht exemplarisch für eine nachhaltige Weiterentwicklung ländlicher Strukturen, in der Konstruktion, Nutzungsmischung und Energieversorgung zu einem integralen architektonischen Konzept zusammengeführt werden.

Neubau eines Einfamilienhauses

Haus H

Architektur: Zero Architektur LP 1 – LP 8